A- A A+

Tipp: Mit STRG+ und STRG- können Sie ebenfalls die Größe der Seite einstellen und dies bleibt auch während Ihres gesamten Aufenthalts erhalten!

dsb logo

Information zum DHV September 2026

Digitale Sprechstunde "Hinhören & Mitreden" am 9. September 2026

Wie kann der Deutsche Hörverband (DHV) die Arbeit von Ortsvereinen und Selbsthilfegruppen stärken? Welche Erwartungen gibt es an die geplante gemeinsame Struktur von DSB und DCIG – und was soll auf keinen Fall verloren gehen?

Darüber haben wir am 9. September 2026 mit Mitgliedern des DSB Landesverbandes NRW in einer Zoom-Konferenz diskutiert. Nach einer Einführung zum aktuellen Stand des Fusionsprozesses standen vor allem die Erfahrungen, Wünsche und Anregungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt.

Die Diskussion zeigte: Es gibt großes Interesse an einer stärkeren Zusammenarbeit und an gemeinsamen Angeboten. Gleichzeitig sind Transparenz, die Unterstützung der Basis und der Erhalt bewährter Strukturen wichtige Anliegen.

Die Präsentationsfolien können hier heruntergeladen werden: DHVPraesentationDSBLVNRW260909.pdf.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich in der Dokumentation der Veranstaltung:  Bericht DHV 9. September 2026

Die nächste Digitale Sprechstunde findet statt am Dienstag 8. Dezember 2026 um 18:00 Uhr

RehaCare Messe 2026: Stand D06 in Halle 5

Der DSB Landesverband NRW ist von 23. - 26. September 2026 auf der RehaCare Messe am Stand der Deutschen Gesellschaft Hörbehinderte und Fachverbände am Stand D06 in Halle 5 zu finden.

Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft Hörbehinderte und dem Deutschen Hörverband stehen wir für

  • Menschen mit Hörbeeinträchtigung sind nicht allein. Bei uns finden sie Selbsthilfe, Austausch und Unterstützung.
  • Wir sind Experten aus eigener Erfahrung und vertreten die Interessen von Menschen mit Hörbeeinträchtigung.
  • Wir setzen uns für Barrierefreiheit, Verständnis und gleichberechtigte Teilhabe ein.
  • Hörbeeinträchtigungen sind oft unsichtbar. Wir machen ihre Auswirkungen sichtbar.

Praxis-Tag Transkription 2026

Wie kann moderne Technik dabei helfen, Gespräche und Veranstaltungen besser zu verstehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des Praxis-Tages „Transkription“ am 29. August 2026 in Köln. Anke Böhmer-Tillmann und Norbert Hesselmann von der EUTB® in Düren, deren Träger der DSB-Landesverband ist, und Sven Schälicke vom DSB Ortsverein Köln demonstrierten zahlreiche praktische Lösungen, mit denen gesprochene Sprache automatisch in Text umgewandelt werden kann.

Nach einer Einführung in verschiedene Transkriptionsmöglichkeiten konnten die Teilnehmenden die Anwendungen direkt auf ihren eigenen Geräten ausprobieren und Erfahrungen aus ihrem Alltag austauschen. Zusätzliche Einblicke in innovative Hilfsmittel wie Speaksee und Virtual-Reality-Anwendungen rundeten das Programm ab.

Besonders geschätzt wurden die praxisnahe Vermittlung, die Möglichkeit, neue Technik selbst zu erleben, und der intensive Austausch untereinander. Der Praxistag zeigte eindrucksvoll, welche Chancen moderne Technik für mehr Kommunikation, Selbstständigkeit und Teilhabe eröffnen kann.

Kommunikationsseminar Königswinter 2026

Manchmal tut es einfach gut, unter Menschen zu sein, die ähnliche Erfahrungen machen. Genau das erlebten die Teilnehmenden des Empowerment-Seminars „Hörbeeinträchtigt und selbstbewusst“, das vom 21. bis 23. August 2026 im Haus Marienhof in Königswinter stattfand. Geleitet wurde das Wochenende von Patricia Lista und Grit Böhnisch.

Schon auf der Terrasse beim Ankommen entstanden die ersten Gespräche. Schnell wurde deutlich: Viele kennen das Gefühl, missverstanden zu werden, sich in geselligen Runden ausgeschlossen zu fühlen oder ständig um gute Kommunikationsbedingungen kämpfen zu müssen. Umso wertvoller war der offene Austausch in einer Gemeinschaft, in der niemand seine Hörbeeinträchtigung erklären musste.

Gemeinsam sammelten wir Situationen, die uns im Alltag belasten, und überlegten, was wir selbst und unsere Mitmenschen brauchen, damit Kommunikation besser gelingt. Ein Schwerpunkt lag auf unseren Gedankenmustern. Oft entstehen aus negativen Gedanken wie „Das klappt sowieso nicht“ negative Gefühle wie Frust, Ärger oder Resignation. Mithilfe des ABC-Modells von Albert Ellis übten wir, solche Gedanken zu erkennen und durch hilfreichere Sichtweisen zu ersetzen. Nicht jede schwierige Situation lässt sich lösen – aber häufig lässt sich beeinflussen, wie wir sie bewerten und wie wir uns dabei fühlen.

Besonders wertvoll war die Erkenntnis, dass wir zwar nicht alles ändern können, aber sehr wohl Einfluss darauf haben, wie wir mit den Herausforderungen unserer Hörbeeinträchtigung umgehen. Viele Teilnehmende fuhren mit neuen Impulsen, mehr Zuversicht und einem geschärften Blick auf ihre eigenen Stärken nach Hause. Denn manchmal ist es schon Empowerment, einfach einmal ganz normal zu sein.

Auracast: neue Technik für Höranlagen, Positionspapier des DHV

Die Verbände DHV, DSB und DCIG haben ein gemeinsames Positionspapier zu Auracast veröffentlicht. Es steht auf der Homepage des Deutschen Hörverbands zum Download: Auracast Positionspapier - Deutscher Hörverband 

Die Verbände sehen in der neuen Übertragungstechnik große Chancen für mehr Hör-Barrierefreiheit, benennen aber auch die Voraussetzungen für ihren erfolgreichen Einsatz.

Auracast hat das Potenzial, sich deutlich stärker zu verbreiten als die bisherigen induktiven Höranlagen. Dafür müssen Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sowie technische Anforderungen wie eine geringe Latenz bei der Nutzung mit Hörsystemen erfüllt werden.

Die Verbände fordern deshalb eine zügige Entwicklung von und aufpreisfreie Versorgung mit Auracast-fähigen Hörsystemen - insbesondere auch in Power-Hörgeräte und Cochlea-Implantat-Prozessoren – sowie eine möglichst einfache Bedienung.

Da der Austausch der Hörsysteme bei den Nutzerinnen und Nutzern noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird, bedeutet kommunikative Barrierefreiheit, dass Auracast und induktive Höranlagen in der Übergangszeit parallel angeboten oder geeignete Übergangslösungen bereitgestellt werden.

DSB Regional-Infotag West in Wuppertal

Anfang Juli veranstaltete der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) einen Infotag zum Thema Cochlea Implantat und Entwicklungen zu Hörgeräten in den Räumen des Klinikum Wuppertal. Am Stand des DSB konnten sich alle über die Arbeit des DSB Landesverbandes NRW, Mitgliedschaft in seinen Vereine und Gruppen, und über den Deutschen Hörverband (DHV) informieren.

Fachtagung "Hör-Barrieren sind von Menschen gemacht – und können von IHNEN abgebaut werden" 24.4.2026 in Düsseldorf

Zum 125jährigen Bestehens der Schwerhörigenbewegung in Deutschland hatte der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) Landesverband NRW e.V. in Düsseldorf unter dem Motto „Gemeinsam besser Hören“ zu einer Fachtagung eingeladen. Schirmherr war Staatssekretär Matthias Heidmeier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Vertretende aus Politik, Verwaltung und Institutionen tauschten Erfahrungen aus und diskutierten über bestehende Hör-Barrieren sowie mögliche Lösungsansätze.

Schwerpunkt des zentralen Vortrags war die Darstellung und der Abbau von Hörbarrieren, unter anderem am Beispiel politischen Engagements. Neben Technik und Raumakustik sind deutliches Sprechen, Zugewandtheit und Gesprächsdisziplin Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe – und kommen allen Beteiligten im demokratischen Prozess zugute.

In Fokusgruppen wurden die Themen Höranlagen (insbesondere der kommende Standard Auracast), Raumakustik, Schriftdolmetschen und Transkription sowie das allgemeine Bewusstsein für verständliche Kommunikation vertieft.

Der Deutsche Schwerhörigenbund NRW freut sich über weitere Diskussion und Personen, die mitmachen wollen: E-Mail bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Handout der Folien + Bonusmaterial

Pressemitteilung zum Fachtag 2026

 

Jahreshauptversammlung 25.04.2026 – „Habemus Vorstand“

Am Tag nach der großen Fachtagung zum 125-jährigen Bestehen der Schwerhörigenbewegung kam der DSB Landesverband NRW e.V. am 25. April 2026 in Düsseldorf zu seiner Jahreshauptversammlung zusammen.

Gedenken und Ehrungen
Zu Beginn wurde es still im Raum: Die Versammlung gedachte der im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder und Wegbegleiter. Danach rückte das Engagement der Lebenden in den Mittelpunkt. Geehrt wurden Mitglieder, die in ihren Ortsvereinen ein DSB-Ehrenzeichen für besondere Verdienste erhalten haben. Eine besondere Überraschung war die Auszeichnung von Sandra Pohlmann (SHG Ohr-Ring Brilon im OV Dortmund) mit dem Ehrenzeichen in Bronze. Ihr Einsatz zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie stets die Perspektive der Betroffenen im Blick behält – auch dann, wenn organisatorische oder politische Fragen dominieren.

Rückblick und Entlastung des Vorstands
Die Delegierten waren gut vorbereitet: Die vorab versandten Berichte waren intensiv gelesen worden, es gab nur wenige Rückfragen. Der Vorstand wurde ohne Beanstandungen entlastet. Damit endete zugleich die vierjährige Amtszeit, für die die Versammlung ausdrücklich Dank aussprach.

Wahlen: Kontinuität und neue Impulse
Bei den anschließenden Wahlen zeigte sich vor allem Kontinuität: Der gesamte Kernvorstand wurde im Amt bestätigt:

  • Susanne Schmidt (DSB Ortsverein Dortmund) als Vorsitzende,
  • Norbert Hesselmann (DSB Ortsverein Köln / SHG Aachen) als stellvertretender Vorsitzender,
  • Ulrike Kolar (DSB Ortsverein Münster) als Schatzmeisterin und
  • Ursula Engelskirchen (DSB Lv NRW)  als Schriftführerin.

Neu hinzu kommt mit Maxine Tiede (OV Dortmund) eine stellvertretende Schatzmeisterin, die als Nachwuchskraft frische Impulse einbringen wird. Auch im erweiterten Vorstand gibt es Veränderungen: Bianca Nguyen (SHG Aachen) übernimmt erstmals offiziell ein Beisitzeramt. Erfahrene Kräfte wie Susanne Fülöp (OV Bonn) und Grit Böhnisch (OV Bonn) setzen ihre Arbeit fort.

Verabschiedungen mit großem Dank
Mit großem Applaus wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder verabschiedet. Cornelia Schloetmann und Sandra Pohlmann traten nicht erneut als Beisitzerinnen an, ebenso stellte sich Ingrid Dömkes nicht mehr für das Amt der stellvertretenden Schatzmeisterin zur Wahl. Sie bleibt dem Verband weiterhin verbunden und hat Unterstützung zugesagt.

Nachwuchs weiterhin gesucht
Ein Beisitzeramt konnte noch nicht besetzt werden – auch das wird als Chance verstanden, neue Engagierte schrittweise einzubinden. Nachwuchskräfte für die Verbandsarbeit werden weiterhin gesucht.

Blick nach vorn: Struktur und Strategie
Neben anstehenden Terminen und Veranstaltungen wurde auch der zukünftige Kurs des Verbandes thematisiert. Deutlich wurde, dass strukturelle und strategische Weiterentwicklungen notwendig sind, um langfristig handlungsfähig zu bleiben – insbesondere mit Blick auf die Zeit ab 2030.

Ausblick: Jubiläum 2027
Zunächst steht jedoch ein erfreulicher Anlass bevor: 2027 feiert der DSB Landesverband NRW e.V. sein 80-jähriges Bestehen. Die Jahrestagung am 5. und 6. Juni 2027 im KSI Siegburg ist bereits in Planung.

Der Text des Berichtes und Foto kann in eigenen Medien verwendet und vervielfältigt werden: JHV 2026 Bericht. Eine Word-Datei kann angefragt werden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gemeinsam mit CI-Verband NRW: Stellungnahme zum Wohn- und Teilhabegesetz NRW

DSB Landesverband NRW und CI-Verband NRW haben gemeinsam eine Stellungnahme zum Änderungsentwurfs des WTG („Wohn- und Teilhabegesetz“) des Landes NRW eingereicht.

Das WTG regelt unter anderem die Vorgaben, Anforderungen und Dokumentationspflichten zur Unterbringung, Wohnqualität und Betreuung: vollstationär (Pflege und EGH Eingliederungshilfe), Wohngemeinschaften, Übergangsweise (Kurzzeitpflege, Hospiz) und ambulant inkl. Gewaltschutz und Gefahrenabwehr. 

Die Stellungnahme findet sich auf der Seite Downloads & Stellungnahme

Mitgestalten im DSB Landesverband NRW – Vorstand sucht aktive Ehrenamtliche

Der DSB-Landesverband NRW ist Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung von Menschen mit Hörbeeinträchtigung auf Landesebene. Diese Arbeit lebt vom Engagement, von unterschiedlichen Perspektiven und von Menschen, die bereit sind, gemeinsam Verantwortung zu tragen.

Für die kommende Wahlperiode suchen wir aktive Ehrenamtliche, die auf Landesebene mitgestalten und sich - jetzt oder später - zur Wahl in den Vorstand stellen oder den Landesverband auf andere Weise unterstützen möchten.

Wen wir suchen:

Menschen mit Lust auf Gestaltung, Austausch und gemeinsamer Verantwortung.
Welche konkrete Funktion Du übernimmst, ist offen. Beisitzerinnen und Beisitzer sind herzlich willkommen.

Was wir unter aktiver Mitarbeit verstehen:

  • Mitmachen in den Vorstandssitzungen (ca. 6mal im Jahr als Videokonferenz, in der Regel samstagvormittags oder unter der Woche 18-20:00 Uhr, 2 Präsenz-Treffen)
  • Interesse an Austauschtreffen (meistens digital) mit anderen Mitgliedern und an Arbeitsgesprächen zu Themen nach Vorliebe (ungefähr 1 pro Monat, meistens unter der Woche 18-20:00 Uhr)
  • Interesse an der aktiven Aufnahme von Informationen zum Bsp. aus E-Mails
  • Mitwirkung an Entscheidungen und Entwicklung kreativer Lösungswege,
  • Einbringen eigener Ideen und Perspektiven,
  • gemeinsames Tragen von Verantwortung,
  • nach und nach Übernahme von Aufgaben im Verband. Das kann den Bereich Selbsthilfe oder Verbandsführung oder Interessensvertretung oder Hörtechnik und Kommunikationshilfen (induktive und andere Hörübertragungsanlagen, Spracherkennung und Kombination mit Schriftdolmetschen u.v.m.) betreffen.

Wichtig sind Interesse an den Themen des Landesverbands, Verlässlichkeit und Freude an gemeinsamer Arbeit.

Was der DSB Landesverband NRW bietet:

  • ein engagiertes Vorstandsteam mit offenem Austausch und Arbeitsmethoden,
  • die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen,
  • Einblicke in die behindertenpolitische Arbeit auf Landesebene,
  • Ehrenamtliche Tätigkeit, die persönliche und fachliche Weiterentwicklung und Erfahrungen ermöglicht – nutzbar auch für den beruflichen und sonstigen Alltagsbereich.
  • auch "zwischen Arbeit und Ruhestand" bietet sich die Mitarbeit als sinnstiftende Tätigkeit an
  • Fortbildungsmöglichkeiten
  • Mitarbeit in einem Verband, der sich für Teilhabe und Barrierefreiheit einsetzt
  • Erstattung der Auslagen für Aktivitäten im Auftrag des Verbandes
  • Unsere Treffen werden mit induktiver Höranlage und Verschriftlichung unterstützt

Neugierig oder Interesse?

Dann setze Dich gerne mit uns in Verbindung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), so können wir offene Fragen klären und das weitere Vorgehen abstimmen.

Du kannst Dir eine Mitarbeit vorstellen, bist aber noch unsicher? Hast Du vielleicht persönliche Hürden? Sprich uns an, vielleicht kann man sie gemeinsam abbauen.

 

Diesen Text gibt es hier auch als Dokument zum Herunterladen: Aufruf zum Mitgestalten

Insbesondere suchen wir auch Personen, die die Schatzmeisterin unterstützen oder eigene Aufgaben im Finanzbereich übernehmen wollen:  Mitgestalten im Finanzbereich

Landesgehörlosengeld NRW, Anhörung im Ausschuss f. Gesundheit und Soziales 10.9.2025

Am Mittwoch, 10.09.2025 kam der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Landesregierung NRW zu einer Anhörung zusammen und beriet den Antrag „Mehr Teilhabe ermöglichen: Gehörlosengeld endlich erhöhen!“ der SPD.

Auf DSB Landesverband NRW - Stellungnahmen findet man den Bericht von Susanne Schmidt, die eingereichte und zuvor mit dem CI-Verband NRW angestimmte Stellungnahme.

Außerdem die Links zum Antrag und den anderen Stellungnahmen auf den Seiten des Landtags NRW und die Videoaufzeichnung.

 

Anforderungskatalog Hörbeeinträchtigte für die kommunale Ebene

Anlässlich der Kommunalwahlen 2025 haben der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) Landesverband NRW e.V. und der Cochlea Implantat Verband NRW e.V. einen Anforderungskatalog von vorwiegend lautsprachlich kommunizierenden Menschen mit Hörbeeinträchtigung für die kommunale Ebene erarbeitet. Man kann ihn vor oder nach den Wahlen benutzen, um Politiker und Parteien anzusprechen und Antworten zu erbitten. Jederzeit kann man ihn bei der kommunalen Interessensvertretung der Menschen mit Behinderung für die Belange der Menschen mit Hörbeeinträchtigung nutzen.

Beschreibung und Download siehe: Anforderungskatalog für Menschen mit Hörbeeinträchtigung.

In der Videokonferenz am Dienstag den 12. August haben wir Fragen zur Verwendung geklärt. 

"Schreien hilft nicht" - Hör-Barrierefreiheit in Arztpraxen

Ulrike Kolar vom Deutschen Schwerhörigenbund (DSB) Landesverband NRW setzt sich als DSB-Lotsin (siehe DSB-Lotsen) für Hör-Barrierefreiheit in Arztpraxen, Behörden und anderen Einrichtungen ein.

Sehr gut beschrieben im Newsletter des KSL Münster: KSL Newsletter 17.6.2025.

Wer eine Arztpraxis hat, die geschult werden möchte (und die Fahrtkosten übernimmt), melde sich bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Unterwegs für Barrierefreiheit 2025, jetzt noch mehr Berichte

Anlässlich des Protesttags der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2025 hat der Deutsche Schwerhörigenbund Landesverband NRW eine Kampagne gestartet. Mitglieder zeigen Hörbarrieren auf oder ihre Bewältigung bzw. Abbau.

Lasst Euch inspirieren: Kampagne Unterwegs für Barrierefreiheit

Rechtsextremismus lässt Maske fallen – Anschlag auf Lebenshilfe Mönchengladbach

In der Nacht zum 27. Mai 2024 wurde ein Ziegelstein in eine Wohneinrichtung der Lebenshilfe in Mönchengladbach geworfen, in der Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und schweren Mehrfachbehinderungen leben. Er trug die Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“.

Damit hat der Rechtsextremismus seine Maske fallen lassen. Die Gruppe der Menschen mit Behinderung steht bei ihm nicht auf der Freundschaftsliste.

Heute wird Menschen mit Migrationshintergrund die Schuld für alle möglichen schlechten Umstände in die Schuhe geschoben. Wir befürchten, dass im nächsten Schritt Menschen mit Behinderung als Kostentreiber und störende Elemente dargestellt werden.

Selbst wenn Euthanasie, also die Ermordung kranker und behinderter Menschen im Dritten Reich, die Endstufe gewesen sein mag - auch diese Zeit begann mit solcher Stimmungsmache. Deswegen lasst bitte nicht einmal die Anfänge eines solchen Denkens zu. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist ein Menschenrecht und soll das unwiederbringlich bleiben!

Euthanasie bei gehörlosen und stark schwerhörigen Menschen bedeutete damals zwar meistens „nur“ Zwangssterilisation, was abgesehen von den psychischen Folgen damals lebenslang körperliche Beschwerden verursachte. Die Menschen mussten damit und gleichzeitig dem Makel des „unwert Seins“ leben und dabei nach vollwertiger Pflichterfüllung streben. Wer das nicht schaffte oder irgendeinen weiteren „volksfeindlichen Makel“ hatte, wurde aussortiert. Das wurde dargestellt in einer Ausstellung im Gehörlosenmuseum in Frankfurt. Ein Zeitschriftenartikel dazu ist im Archiv des Taubenschlags verfügbar: Archiv Taubenschlag.de, DGZ Bericht.

Mehr über die Hintergründe und politischen Schlussfolgerungen aus dem Akt in Mönchengladbach zeigt die Resolution, die im Inklusionsbeirat der Landesregierung NRW gefasst wurde: Inklusionsbeirat Nordrhein-Westfalen verurteilt Angriff auf Lebenshilfe in Mönchengladbach | Mit Menschen für Menschen. (mags.nrw)

Pressemitteilung: Neue Möglichkeiten für Eltern mit Hör- oder Sprachbehinderungen in der Schule und in Kindertageseinrichtungen

Mit dem Inklusionsstärkungsgesetz wurden die Rechte für Eltern mit kommunikativen Einschränkungen grundlegend erweitert, in allen Fragen ihrer elterlichen Sorge in Schule und Kindertageseinrichtungen Kommunikationsunterstützung zu erhalten.

Zu den neuen Möglichkeiten hat das Schulministerium ein Merkblatt unter dem Titel „Merkblatt zum Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern für Eltern“ herausgegeben. Dieses Merkblatt ist durch seine Fokussierung auf das Thema Gebärdensprache unvollständig, inhaltlich irreführend und in Teilen sogar falsch. Weitere Einzelheiten unserer inhaltlichen Kritik können unserer Stellungnahme entnommen werden, die der Landesverband NRW des Deutschen Schwerhörigenbundes (DSB Landesverband NRW) an das Schulministerium geschickt hat.  

Um den Eltern eine vollständige Information zu ermöglichen, hat der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) deshalb ein erweitertes Informationsblatt erstellt. Das Informationsblatt bietet eine vollständige Informationen über den Kreis der Berechtigten, die möglichen Formen der Kommunikationsunterstützung sowie eine erweiterte Darstellung über die neu hinzugekommenen Schulsituationen, in der das Gesetz greift. Zusätzlich gibt es ein Formular, welches zur Unterstützung des Antragsverfahrens verwendet werden kann.

DSB Informationsblatt Anspruch Kommunikationsunterstützung für Eltern

Merkblatt Schule: DSB Stellungnahme an Schulministerium NRW

DSB Antrag Kommunikationsunterstützung Eltern Schule

Dr. Norbert Böttges

Vorsitzender

Wie funktioniert die eigentlich: die T-Spule?

Eine T-Spule im Hörgerät oder CI ermöglicht den unkomplizierten, drahtlosen Empfang von Sprach- und Tonsignalen. Dadurch kommen Sprache, Musik und Filmkulisse ohne störenden Raumhall in den Hörgeräten an. Weil außerdem die Entfernung zwischen Sprecher und Zuhörer technisch überbrückt wird, ist die Sprache wesentlich artikulierter und deutlicher zu verstehen. (28.09.2015)

Erfahren Sie mehr über die T-Spule in diesem Artikel.

Erleben Sie den Unterschied: Klangbeispiel ohne/mit T-Spule (Link zu www.hoeren-ohne-barriere.de)

Bild: www.hoeren-ohne-barriere.de

Inklusion: Mit dem CI in die Regelschule

Seit über einem Jahr gilt für Eltern von hörgeschädigten Kindern in NRW das Wahlrecht, ihre Kinder auf einer Regelschule einzuschulen. Leider tun sich Eltern und Schulleitungen immer noch sehr schwer, die notwendige technische Unterstützung zu definieren, zu akzeptieren und auch gegen Widerstände bei Lehrern und Mitschülern durchzusetzen. Ohne Hilfsmittel und deren aktivem Gebrauch im Unterricht bleibt der Erfolg der betroffenen Schüler aber auf der Strecke.

In einem gut begründeten Artikel gibt die Aktion beat-the-silence im Gespräch mit Prof. Joachim Müller von der HNO-Klinik München einen Überblick über das, was hörgeschädigte Kinder in der Schule brauchen.

(12.09.2015; Foto: obs/beat-the-silence.org)

Zum Artikel

Empfehlungen des DSB Landesverbands NRW zur Inklusion hörgeschädigter Kinder in Regelschulen

Einen sehr guten "Leitfaden für Lehrpersonen" gibt es auch vom österreichischen CI-Hersteller Med-El: "Schule und CI". Leitfaden anfordern: service(at)medel.de